Archiv für den Monat Juni 2017

Laub & Steine 508/17

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Wenn S. und ich etwas echt so gar nicht können, dann Nudeln für 2 Personen kochen. Reicht immer fürs halbe Dorf. Maaan! Aber: Am nächsten Tag auch prima als Nudelauflauf. Hier mit einer richtig tollen fix ausm Ärmel gezauberten Tomaten-Tofuhack-Sauce und dem weltbesten Simply V überbacken. Richtig gut!

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Liebes Lauftagebuch (190)

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Was für ein grandioses Lauf-Wochenende!
Zuerst am Freitag beim kleinen 5-km-Läufchen mit meiner lieben T. die eigene Bestzeit verbessert (28:52 – und das ist die Bruttozeit, wie gern hätte ich die Nettozeit exakt gewusst!), hat so Spaß gemacht!

Samstag dann beim Training eine kleine Mädelsrunde entlang der blauen Linie durch Rendsburg.

Und Sonntag das Highlight, der Staffelmarathon. Ein so toller Tag – bis ich Vollpfosten mich überreden ließ, nochmal zu laufen, weil uns ein Teammädel fehlte. Strecke wäre kein Thema gewesen, aber die Mittagssonne brannte gnadenlos vom Himmel und wir wissen hier alle, wie gern ich in der prallen Sonne laufe. Und es wurde sogar noch doller, denn:

Es gibt gute Läufe. Es gibt schlechte Läufe.
Und es gibt Läufe mit St.

St. hält sich für Gottes Geschenk an die Menschheit und lässt nicht eine Gelegenheit aus, wenn er irgendwo reinpieksen kann, tut er das. Klingt zweideutig, lass ich jetzt aber so, weil auch er wirklich jeden zweideutigen Spruch platziert, so er mal passt. Oder auch nicht. Und St. drohte mir schon den halben Vormittag, dass er mitkommt und mich mit einem Stöckchen antreibt. Nachdem er die 2. Runde erstmal noch dankend ablehnte, weil er in seinem Alter ja nicht sofort ein zweites Mal kann, zwinker kicher, hahaha. Oh man. Aber wer hätte das denn auch für voll genommen?

Als ich dann also den Staffelstab zum zweiten Mal entgegennahm und loslief, vorbei an meinen megatollen jubelnden Teammädels und -jungs, löst sich auf einmal St. aus der Gruppe und ruft „Ich komm mit!“ … Dieser Moment wurde tatsächlich fotografisch festgehalten:

Was auf dem Bild als Lachen fehlgedeutet werden könnte, war tatsächlich ein NEEEEEEEIIIIIIIIIN!!!

Aber Gottes Geschenk wollte mit. Musste mit. Keine Ahnung, was genau nun seine Intention war. Und wer mich kennt, weiß, das war die allergrößte Strafe in diesem Moment. Ich lief natürlich zu schnell, denn schwächeln wollt ich auch nicht, und so wurd das echt hart. Denn Gottes Geschenk redet. Ohne. Punkt. Und. Komma. Auch als ich immer knapper bis gar nicht mehr antwortete, redete er weiter. Und redete. Und redete. Und auch Schläge mit dem Staffelstab brachten nichts. Stattdessen grinste er nur: „Gut so? Sag mir, ob du es lieber schnell oder langsam magst!“ …. Und alles, während ich wg. zu hohem Tempo und Hitze versuchte, diese Scheiße mit halbwegs erhobenem Haupt zu überleben und mir zwar durchaus einige adäquate Antworten einfielen – ich aber einfach mit der Luft haushalten musste. AAAAARGH!!!!

So ist auch auf den Fotos kurz vor Ziel eine extrem geballte Faust zu sehen … und als mich meine Teammädels für den gemeinsamen Zieleinlauf in Empfang nahmen, schrie ich auch nur, sie sollen mir diesen Typen vom Hals schaffen … ein Träumchen! 😉

Aber rückwirkend so lustig! Und ich bin nur unwesentlich langsamer gelaufen als auf meiner ersten Runde. Ich werde mich aber nicht bei St. bedanken. Was fürn selbstverliebter Vogel. Haha!