Archiv für den Monat Februar 2013

4. Tag vegan und die Denkfallen

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Als hätte man nicht eh schon genug um die Ohren, nimmt man sich natürlich noch einen schönen Höllenvirus mit … hust röchel Fieber autschn. Schnell in die Apotheke, Halsschmerzdrops kaufen. „Aber bitte die mit Honig … ähm … ach nee, bitte die ohne Honig.“ 😳

Und weil krank, sollte das Essen heute bitte möglichst schnell und unkompliziert sein. Da ich aber unbedingt das Rezept für vegane Mayo ausprobieren wollte, sollten es also (selbstgemachte) Pommes sein. Und dazu fielen mir dann diese vegetarischen Nuggets ein … im Supermarkt angekommen, leuchtet es mir schon von der Packung entgegen: „aus Milch“. So viel also dazu.
Schnell im Kopf die vielen vielen Rezepte durchwühlt, die ich in den letzten Tagen zusammengetragen habe … ok, Sellerie“schnitzel“. Das war dann zwar nix mit schnell, aber hat sich gelohnt. So gut!! Die vegane Mayo ist toll, geht richtig schnell und muss sich geschmacklich nicht verstecken. Ich weiß übrigens, dass meine Food-Fotos nicht die tollsten sind, aber darum geht’s hier auch nicht :mrgreen: Hört auch bald auf, aber die ersten Tage wollte ich noch dokumentieren, hehe.

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Interessant ist aber auch, dass mein Zuhause-Kaffeekonsum von (gefühlt) ein paar Litern täglich auf 0 runterging. Schwarzer oder Yogitee mit Mandelmilch, jammi!

Fühlt sich alles sehr richtig an.

1. Tag vegan, die 1. Erkenntnisse

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Soja(reis)milch im Kaffee ist würgbäh. Pur ok, aber im Kaffee wirklich schlimm. Habe ich jahrelang getrunken, bevor es Minus-Laktose-Milch gab. Heute schüttelt es mich. Mandelmilch ist schon etwas besser. Aber arg gewöhnungsbedürftig. Im Tee wiederum ebenso ungewohnt, aber gut.

Nebenjob-Kantine fällt definitiv flach. Hatte noch überlegt, ob vielleicht Beilagen oder Salate, aber die hauen da gern Butter oder Sahne rein und jedesmal nachfragen, ist mir in dem Rahmen einfach zu doof. (Auch hier, Gründe auf Anfrage, wenn denn wirklich Interesse, aber wie gestern erwähnt, ich finde Veganer-Predigten wirklich nervig, wenn ungefragt, und werde mich deshalb hier mit Gründen und Argumenten zurückhalten.)

Es ist erstaunlich, wie groß die Auswahl schon im gewohnten Supermarkt ist. Bin begeistert. Einige Sachen kannte ich ja schon vorher, aber waren einige Überraschungen dabei. Die rote Ritter Sport war zwar nie mein Favorit, aber ist doch schön, dass man nicht mehr so komplett vom Reformhaus abhängig ist. Freu 🙂 (Das war beim letzten Versuch vor 14 Jahren echt anders, deutlich weniger Auswal und deutlich teurer.)

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Langfristig müsste man noch recherchieren, ob das alles auch wirklich so richtig ist, sich nix eingeschlichen hat oder sonstwie schwierig ist. Aber erstmal muss ich da reinkommen.

Der Peta-Mailsupport … nun ja, für absolute Neulinge sicherlich gut. Für mich war heute nichts neues dabei. Abwarten.

Aber das Highlight war das erste Mal wirklich bewusst vegan kochen. Afrikanischer Gemüse/Sojatopf mit Erdnusssoße und Couscous:

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Verdammt! Lecker! Also so wirklich und echt jetzt! Bin selber etwas überrascht 😉

Perfekter Einstieg!

Nachtrag am 9.6.13: Muss grade sehr schmunzeln … acht der Produkte auf dem Bild würden mir hier nie wieder ins Haus kommen. Weil nicht gut oder überzuckert oder zu künstlich mit Sachen drin, die keiner braucht. Aber man lernt eben nur so. Und übrigens: Bin ja nun kurz vor 4 Monaten und kann mir wirklich nicht vorstellen, mir wieder so einen Mist reinzuschaufeln wie vor der Vegan-Entscheidung. Ich habe meinen „way of life“ gefunden, das fühlt sich sensationell an!